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Festival 2021

WORKSHOP MIT ESTHER BAIO

Tanz for Open Spaces

Do, 17.06.2021 | 16.00 – 17.30 Uhr | Opernhaus – Ballettsaal

15,- €, erm. 8,- € | Anmeldung erforderlich.

Esther Baio wird zuerst ein Warm-Up-Programm mit verschiedenen spielerischen Übungen durchführen, um die Teilnehmer:innen anschließend mit dem Repertoire der Compagnie Willi Dorner vertraut zu machen. Zum Abschluss des Workshops werden dann Szenen aus der neuesten Arbeit von Willi Dorner einstudiert und ausprobiert.

Esther Baio studierte zeitgenössischen Tanz in Salzburg (SEAD) und in New York an der renommierten Tisch School of Performing Arts. Ein Förderstipendium des Tanzquartiers Wien brachte sie in die österreichische Hauptstadt, wo ihre intensive Zusammenarbeit mit der Cie. Willi Dorner begann. Esther Baio wirkte in zahlreichen Stücken, Filmen und Tourneen als Tänzerin mit und übernahm bald auch die Probenleitung und choreografische Umsetzung von Arbeiten der Compagnie. Neben ihrer Arbeit mit Willi Dorner wirkte sie auch vereinzelt in Projekten von Liz King, Irina Pauls, Christine Gaigg, Charlotta Ruth und Jan Jakubal mit.  

Vorkenntnisse nicht erforderlich. Begrenzte Teilnehmerzahl bei allen Workshops | ab 12 Jahre

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Festival 2021

WORKSHOP MIT KASIA KIZIOR

Gaga/People

Mo, 21.06.21 | 17.00 – 18.00 Uhr | Opernhaus – Ballettsaal

15,- €, erm. 8,- € | Anmeldung erforderlich.

Gaga ist eine tänzerischer Bewegungssprache, die von Ohad Naharin (Mr. Gaga), dem legendären Leiter der Batsheva Dance Company, entwickelt wurde. Sein Ideenansatz war, eine Bewegungsform zu kreieren, die sich der heilenden, dynamischen Kraft der Bewegung bedient. Ohad Naharin entwickelte die Technik nach einer eigenen Rückenverletzung –  eine Technik explizit nicht nur für Profis. Gaga macht Spaß und ändert die Sicht auf den eigenen Körper und ist darüber hinaus ein neuer meditativer, improvisierter Ausdrucksstil aus Israel.

Kasia Kizior wurde in Polen geboren. In ihren frühen Jahren studierte sie Ballett und Volkstanz an der Nationalen Ballettschule Lodz. Ihr Interesse an den sozialen Aspekten von Tanz und Performance führte sie an die Universität für Geisteswissenschaften Lodz, wo sie einen B.A. in Politikwissenschaft erwarb. Seit 2007 arbeitet sie mit dem Zawirowania Tanztheater, der Polnischen Nationaloper in Warschau und dem Opernhaus in Frankfurt am Main zusammen. Im Jahr 2015 erwarb Kasia einen Master-Abschluss in zeitgenössischer Tanzpädagogik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Derzeit arbeitet sie als Tanzpädagogin, Choreografin und freiberufliche Tänzerin. In jüngster Zeit arbeitet sie unter anderem als Choreografin für Fernsehproduktionen und Filme. Kasia wurde 2019 in Tel Aviv unter der künstlerischen Leitung von Bosmat Nossan, Saar Harari und Ohad Naharin zertifizierte Gaga-Lehrerin.

Vorkenntnisse nicht erforderlich. Begrenzte Teilnehmerzahl bei allen Workshops | ab 12 Jahre

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Festival 2021

AUF DEN SPUREN DER ERFINDER

Fahrradtour
2021

Sa, 26.06.2021 | Treffpunkt: Theaterplatz | Eintritt frei

15.00 Uhr Tour 1 | 15.30 Uhr Tour 2 | 16.00 Uhr Tour 3

Anmeldung erforderlich unter tickets@theater-chemnitz.de

http://www.altes-chemnitz.de/chemnitz/diamant.htm

Sachsen ist das Land der Tüftler und Erfinder, aber wussten Sie, dass viele Erfindungen und Innovationen ihren Weg von Chemnitz aus in die Welt nahmen? Erfindungen sind oft die Folgen von Offenheit, Neugierde und das Zusammentreffen von bestimmten Menschen am richtigen Ort. Chemnitz war und ist der richtige Ort und wird darum auch 2025 DIE Kulturhauptstadt Europas. Fahren Sie mit uns per Fahrrad an bewegende Orte der Stadt und erfahren sie etwas über die Wiege des deutschen Werkzeugmaschinenbaus, lernen Sie den sächsischen Lokomotivenkönig kennen, erfahren Sie von dem Ort, wo die Thermoskanne entstanden ist und lernen Sie die Chemnitzer Concertina kennen.
In den zwanziger und dreißiger Jahren machten diverse Tanzkünstler durch wichtige Erstaufführungen überregional von sich Reden. Gastspiele von Mary Wigman und Gret Palucca zogen ebenfalls die Aufmerksamkeit der Szene nach Chemnitz. Nachdem das Ensemble im Zweiten Weltkrieg in die Rüstungsproduktion abgezogen worden war, bauten die Wigman-Schülerin Thea Maaß und Jean Weidt das Ballett Chemnitz anschließend wieder auf und führten es zu überregionalem Ansehen. Das internationale Ballett- ensemble des Theater Chemnitz widmet sich unter der Leitung von Ballettdirektorin Sabrina Sadowska einem breiten künstlerischen Spektrum zu, vom klassischen Handlungsballett bis zu zeitgenössisch experimentellem Tanz und internationalen Kooperationen.

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Festival 2021

LA FUITE

Olivier Meyrou

& Leonardo Ferreira

(Frankreich)

Mi, 23.06.21 | 18.00 – 19.00 Uhr | Karl-Marx-Monument

Eintritt frei

© Pierre Planchenault

Das Leben macht Hector keine Geschenke. Der von Leonardo Ferreira dargestellte Wanderer verliert häufig die Kontrolle über seinen Körper. Vom Wind, Regen und Sturm getrieben, kämpft er gegen die Elemente und sein eigenes Zelt. Er rennt, er flieht auf der Suche nach Freiheit. La Fuite ist eine Neuerfindung der mythischen Zirkusfigur des Clowns. Das Stück stellt ihn als Akrobat, Tänzer und Pantomime dar. Leonardo Ferreira verkörpert einen vom Leben gebeutelten Charakter, der sich aus jeder Situation auf überraschende und virtuose Weise befreit. Seine ans Absurde grenzenden Bewegungen und seine Reaktion auf jedes Hindernis entführen das Publikum in eine Welt voller Humor und Poesie. Ein kleines Zirkusspektakel für die ganze Familie.

Inszenierung: Olivier Meyrou
Licht und Sound: Jules Pierret
Performer: Leonardo Ferreira

Der Autor und Regisseur, Olivier Meyrou, stammt aus der Welt des Kinos. Er ist bekannt für seinen Film Au-delà de la haine, der 2007 den Teddy Award für den besten Film bei den Berliner Filmfestspielen gewann. Für La Fuite bezieht er sich auf die Stummfilme von Buster Keaton und Charlie Chaplin.

Mit der Unterstützung des Institut français und des Ministère de la Culture/DGCA.

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Festival 2021

ONCE UPON A TIME (UA)

Alexander Miller & Maria Chiara de`Nobili

(Deutschland)

#ChemnitzMovesOn!

Mo, 21.06.2021  | Rosenhof | 17.00 Uhr

Di, 22.06.2021 | Rosenhof | 17.00 Uhr

Once Upon A Time (Es war einmal) ist ein Tanzstück, das von der Natur der Street Shows beeinflusst ist und von Alexander Miller & Maria Chiara de’ Nobili in Zusammenarbeit mit einer multidisziplinären Besetzung aus Hip-Hop-, Breaking- und zeitgenössischen Tänzern entwickelt wurde. Durch die Verbindung verschiedener Tanzstile und die Schaffung einer heiteren und sorglosen Atmosphäre dient Once Upon A Time als eine parallele Märchenwelt, in die das Publikum für einen kurzen Augenblick entfliehen kann. Die Uraufführung wurde vom Festival TANZ | MODERNE | TANZ 2021 in Auftrag gegeben im Rahmen des Projektes #ChemnitzMovesOn!

Choreografie: Maria Chiara de’ Nobili, Alexander Miller

in Zusammenarbeit mit den Tänzern

Tanz: Philip Lehmann, Nam Tran Xuan, Odbayar Batsuri

Alexander „Kelox“ Miller tanzt seit seinem 12. Lebensjahr. Inspiriert von Design, Kunst, Performance und zeitgenössischem Tanz entwickelte er in Verbindung mit klassischen Breaking-Elementen seinen eigenen Stil. Erste Erfahrungen mit dem Tanztheater sammelte er 2011 in deutsch-polnischen Austauschprojekten wie aufTakt in Bautzen oder Odyssee im polnischen Jelena Gora, gefolgt von Engagements für das Staatsschauspiel Dresden, die Urban Dance Company Nobulus in Salzburg (Österreich) und die Dresdener go glastic company. Parallel zu der Arbeit am Theater etablierte Kelox im Februar 2013 als einer der Gründer die Crew The Saxonz, ein Team aus den außergewöhnlichsten Breakern Sachsens, die sich auf internationale Wettkämpfe und die Förderung der Breaking-Kultur in Sachsen fokussieren. Der Sieg bei dem deutschen Battle of the Year 2014 und 2015 ermöglichte viele genreübergreifende Kooperationen. Neben seiner Tanzkarriere studierte er Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität Weimar und beendete das Studium 2017 mit dem Master of Arts. Seine Leidenschaft für den Tanz brachte ihn 2018 an die Palucca Hochschule nach Dresden. Kurz darauf schuf er das Duett Brotherhood (2019), das beim Urban Art Festival in Herne und TANZ | MODERNE | TANZ 2020 gezeigt wurde. Sein Solo Layover im September 2020 im Festspielhaus Hellerau bildete seinen Masterabschluss in Choreografie. Alexander Miller arbeitet als Tänzer, Choreograf, Tanzlehrer und Grafikdesigner.

Die italienische Choreografin Maria Chiara de’ Nobili wurde 1995 in Neapel geboren. Sie erhielt ihren Bachelor in zeitgenössischem Tanz am Dancehaus (Mailand). Unmittelbar danach zog sie nach Israel, wo sie für 10 Monate am Dance Journey Programm der Kibbutz Contemporary Dance Company teilnahm und gleichzeitig ihre choreografische Karriere begann. 

Im Sommer 2018 wurde sie als Choreografin eingeladen, ein 20-minütiges Stück für das College Choreographers Programm der Biennale di Venezia zu entwickeln. Im selben Jahr begann sie ein Studium zum Master of Arts in Choreografie an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. 

Im Frühjahr 2019 folgten weitere Choreografien: “QUBE” hatte Premiere in Mendrisio und war auf Tournee in Berlin und Dresden. In Dresden choreografierte sie “Dandelion Clock”, das im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden uraufgeführt wurde. Im Juni 2019 wurde sie mit dem abendfüllenden Werk “Wrap” von Marie Chouinard beauftragt, die sie als Gastchoreografin zur La Biennale di Venezia einlud. Im November 2019 präsentierte sie das Solo “The Answer’s in the Eye” für das Palucca Tanz Studio in Dresden. 

Während ihres Engagements als Tänzerin am Staatsschauspiel Dresden kreierte Maria Chiara 2020 ihre Abschlussarbeit “Master Choreography”, die im Japanischen Palais (Dresden) mit Unterstützung von TANZPAKT präsentiert wurde. Im selben Jahr kreierte sie in Zusammenarbeit mit dem Medienkünstler Ulf Langheinrich “VORTEX”, das im Oktober 2020 im HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste uraufgeführt wurde, mit weiteren Terminen in Bochum, Le Havre, München, Maubeuge, etc. Im Februar 2021 kreierte sie die Choreographie für das Theaterstück “doch an uns wird sich manche:r später noch erinnern” unter der Regie von Jule Bökamp. Gleichzeitig kreiert sie in Zusammenarbeit mit dem Choreographen Alexander Miller das Kurzduett MOMENTO. Im Sommer 2021 wird sie zwei neue Kreationen für das Theater Chemnitz und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste erarbeiten: “Once upon a time” und “Pack” in Zusammenarbeit mit dem Choreografen Alexander Miller. 

Neben ihrer etablierten Arbeit als individuelle Choreographen für Veranstaltungsorte wie HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste und La Biennale di Venezia u.a., begannen die Choreographen Maria Chiara de’ Nobili und Alexander Miller ihre Zusammenarbeit und gründeten das Kollektiv MILLER / DE’ NOBILI, nachdem sie ihr Studium im Master of Choreography an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden abgeschlossen hatten.

Ihre erste Zusammenarbeit, MOMENTO (2021), wurde zur Teilnahme am renommierten Choreographiewettbewerb Choreography 35 Hannover, zum Dance Days Chania Festival und zum Istanbul Fringe Festival 2021 eingeladen. Derzeit arbeiten sie gemeinsam an “Once upon a time”, einer neuen Kreation im Auftrag des Theaters Chemnitz. Im Sommer 2021 werden sie das von TANZPAKT koproduzierte Stück “PACK” choreografieren, das im HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste zu sehen sein wird.

Das Programm wird gefördert vom FONDS DARSTELLENDE KÜNSTE aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Festival 2021

BEST MOVE / BEST FRIENDS MOVE

DANCE4YOU

So, 20.06.21| 15.00 – 17.00 Uhr | Pavillon Schlossteichinsel

Eintritt frei | ab 12 Jahren

Du willst gerne tanzen, doch alleine macht es dir nicht so viel Spaß oder du traust dich nicht? Dann schnapp dir deinen besten Freundin und schaltet euch gemeinsam von einem Computer, Tablett oder Smartphone zu. Wer bis zum Ende dabei bleibt, darf mit beim TANZ|MODERNE|TANZ Festival 2021 auftreten. HIER NUN DIE GROSSE FINALRUNDE, LIVE AM SCHLOSSTEICH! Die Teilnehmerinnen des Onlineprogramms #ChemnitzMovesOn präsentieren Ihnen nach monatelangen Workshops, Schweiß und Anstrengungen, ihre einstudierten Choreografien. Die Gewinner*innen des Wettbewerbs „Best Move“ zeigen ihre Choreografien, die durch besondere Individualität die Jury überzeugt haben.

Tanz ist Bewegung und wir laden Sie und Ihre ganze Familie ein, am Tanzfestival mit Spaß, Rhythmus und Dynamik teilzunehmen. Machen Sie mit und lernen Sie Ihren Körper durch diverse Bewegungen und Übungen ganz neu kennen. Am Schlossteich-Pavillon unter den aktuellen Corona-Bestimmungen begleiten Sie professionelle Tänzer*innen zu ganz neuen Bewegungen.

Vorkenntnisse nicht erforderlich. Begrenzte Teilnehmerzahl bei allen Workshops | ab 12 Jahre | Anmeldung unter: tickets@theater-chemnitz.de

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Festival 2021

EXHIBITION-BATTLES

HIP-HOP – DON’T STOP!

#ChemnitzMovesOn!

Sa, 19.06.2021 | 15.00 – 18.00 Uhr | Stadthallenpark

Eintritt frei

Trotz der Pandemie findet getreu dem Motto „Hip-Hop – Don‘t Stop!“ endlich wieder ein kulturelles Event für die lokale Hip-Hop-Szene statt.

Mit dem traditionellen TANZ | MODERNE | TANZ – Battle bietet das Festival in Kooperation mit dem TANZbüro Chemnitz, den Städtischen Theatern , den The Saxonz und Room – Local Hip-Hop Spot einen bunten Mix verschiedener Tanzstile wie Hip Hop, Breaking, Popping und House, welche in einer spannenden Battle-Atmosphäre aufeinandertreffen.

In diesem von der Pandemie geprägten Jahr messen sich geladene Tänzerinnen und Tänzer aus ganz Deutschland in sogenannten „Exhibition-Battles“, also Show-Battles ohne Jury mit dem Fokus auf Austausch und Unterhaltung.

Das Event ist ein Versuch, Tänzer:innen der Hip-Hop-Kultur nach der langen Zeit der Einschränkungen wieder etwas Raum zur kreativen Entfaltung zu geben. Nicht zuletzt dient das Spektakel aber auch dazu, Jung und Alt die verschiedenen Tanzstile der farbenfrohen Welt des Hip-Hops ein kleines Stückchen näherzubringen. Wer also gerade in der Nähe ist, muss nur der Musik folgen. Es lohnt sich!

Room – Local Hip-Hop Spot wurde 2020 von Mitgliedern der The Saxonz und des Chemnitzer Chapter Raptor gegründet. Geboten wird ein Raum, um in Chemnitz Tanzstile wie Breaking und sogenannte „Stand Up“-Styles wie Hip-Hop oder Dancehall zu lernen und die lokale Szene weiterzuentwickeln. Die aus dem Trainingsraum heraus entstandene Idee eines eigenen Tanzstudios hat ihren Ursprung in der eng vernetzten Crew-Landschaft Sachsens, mit Akteuren aus allen Gesellschaftsschichten. Bei ihrer Arbeit bezieht die Tanzcommunity alle Elemente der Chemnitzer Hip-Hop-Szene wie auch Graffiti-Künstler:innen und DJs mit ein. Unternehmer:innen, Kulturschaffende, Szenekünstler:innen sowie öffentliche Einrichtungen sind bereits Kooperationspartner:innen des lokalen Hip-Hop Spots.

Konzept und Organisation: Nam Tran Xuan

Nam Tran Xuan ist ein vielseitiger Tänzer und Mitglied der Gruppe Chapter Raptor aus Chemnitz. Er hat vor 15 Jahren mit dem Tanzen begonnen und etablierte sich nach und nach in der sächsischen Tanzszene. Sein Fokus liegt hierbei mittlerweile auf Hip-Hop Freestyle, er konnte sich aber auch in Workshops nationaler und internationaler Tänzer:innen einige Grundlagen aus weiteren Club- und Street Dance Styles aneignen und in seinen Tanz einfließen lassen. Unter anderem war sein Auslandsjahr in Vancouver dabei besonders prägend. Weiterhin konnte er auch einige Erfahrungen bei diversen Tanzwettbewerben und Auftritten sammeln. Heute arbeitet er daran, sich und seinen Tanz in verschiedenen Aspekten mit Hilfe von Freunden und Mentoren weiterzuentwickeln, um sein Wissen weitergeben und zusammen mit Chapter Raptor die Chemnitzer Tanzszene fördern zu können.

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Festival 2021

ZUMBA IM PARK

DANCE4YOU

#ChemnitzMovesOn!

Fr, 18.06. 2021 | Fr. 25.06. 2021 | 16.00 – 17.00 Uhr

Pavillon Schloßteichinsel | Anmeldung erforderlich unter:

tanzbuero@tanzmodernetanz.eu

https://www.eventyas.com/DE/Chemnitz/1512339618982213/Schlossteichinsel-Chemnitz

Jetzt sind SIE, bist DU gefragt: Du willst gerne tanzen, doch alleine macht es dir nicht so viel Spaß oder du traust dich nicht? Ein Tanzabenteuer für JUNG und ALT mit ZUMBA beim Pavillon am Schloßteich. Der Kolumbianer Alberto Perez, genannt „Beto“, entwickelte dieses spezielle Workout aus Aerobic-Elementen kombiniert mit Tanzschritten aus Salsa, Calypso, Reggaeton, Samba und Merengue Mitte der 90er Jahre in seinem Heimatland. Tanzen und Schwitzen: FEEL THE BEAT zu heißen südländischen Rhythmen.

MIT LISA HEIM

Lisa Heim ist in Chemnitz geboren und aufgewachsen. Zurzeit studiert sie Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität Chemnitz. Seit Kindheitstagen tanzt sie diverse Stile und entdeckte für sich Zumba. Nach vierjähriger Praxiserfahrung entschied sie sich, nach dem Abitur eine Zumba-Trainerlizenz zu absolvieren. Seitdem unterrichtet Lisa Heim neben ihrem Studium an verschiedenen Vereinen und Tanzschulen in Chemnitz. Ihr Ziel ist es, allen Kursteilnehmer:innen mit Bewegung und guter Musik viel Freude zu bereiten.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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COSMOS (DEA)

Cie Linga

& L’Ombre de la Bête

(Schweiz)

Do. 16.6. 2021 | 20.00 – 21.00 Uhr | Schauspielhaus

20,- €, erm. 11,- € | Ticket buchen

Seit vielen Jahren erforscht die Cie Linga Gruppenchoreografien und die Idee, mit mehreren Darsteller:innen auf der Bühne einen bewegten Organismus zu schaffen, der sich in flexible und fließende Formationen zusammenfügen und auflösen kann und ein kollektives Bewusstsein schafft. In Koproduktion mit dem Musikduo “L’Ombre de la Bête” (Mathias Delplanque und François Robin) verschmelzen die Tänzer:innen zu einem performativen Körper, der sich völlig der hypnotischen Wirkung der Musik hingibt, ohne dass die Tänzer:innen ihre Einzigartigkeit und Individualität aufgeben. Sie lassen utopische Momente des Einsseins entstehen in Anerkennung der Tatsache, dass es Diversitäten sind, die den Reichtum der Gesellschaft ausmachen.

Eine Welt auf der Suche nach kollektiver Harmonie lässt die Körper verschmelzen und schafft Beziehungen, die so intensiv sind, dass Emotionen geteilt, verstanden und von allen gefühlt werden können. So findet jede:r in der Gleichzeitigkeit der Bewegungen aller den Platz für die maximale Entfaltung der eigenen Individualität.

Nach der Produktion Flow (SWISS DANCE AWARD 2019), inspiriert durch das fesselnde und fließende Schauspiel von Fisch- und Vogelschwärmen, entsteht mit COSMOS ein neues gruppenchoreografisches Abenteuer im Zeichen des Kreises und des Mandalas als Bild einer „ganzen Einheit”, die Unterschiede und Spannungen auf harmonische Weise einschließt. Ein Ort, an dem „die Dinge in gegenseitiger Abhängigkeit existieren und diese voneinander abhängige Existenz der Dinge in Form eines geordneten Chaos auftritt“ (Chögyam Trungpa). In der Bewegung drückt sich dieses Streben nach geordnetem Chaos durch die Verbindung von Trajektorien und Geometrien, durch rituelle Gesten und erneuerte Traditionen aus – durch neue szenische Bahnen.

Konzept und Choreografie: Katarzyna Gdaniec, Marco Cantalupo
Bühne: Marco Cantalupo, Emilien Allenbach
Kostüm: Geneviève Mathier
Lichtdesign: German Schwab
Tanz: Ai Koyama, Aude-Marie Bouchard, Cindy Villemin, Kinda Gozo, Csaba Varga, Erwin Le Goallec, Lucien Zumofen
Musiker: Mathias Delplanque, François Robin (L’Ombre de la bête)
Dauer: 60 Minuten
Produktion: Compagnie Linga, À la Zim ! Muzik, L’Octogone Théâtre de Pully, Grand Théâtre de Calais.

Compagnie Linga wird gefördert gemeinsam durch sie Stadt Pully, der Stadt Lausanne und dem Kanton Waadt sowie bei internationalen Tourneen durch das Förderprogramm Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung und von CORODIS.

Die Produktion COSMOS wird weiter gefördert durch die Loterie Romande, Sandoz Family Philanthropic Foundation, Françoise Champoud Foundation.

Die Compagnie Linga arbeitet in Residenz im Octogone, dem Théâtre de Pully.

prohelvetia.ch/de/download-logo

Katarzyna Gdaniec stammt aus Polen und absolvierte ihr Studium an der Vaganova-Ballettakademie in St. Petersburg sowie an der Nationalen Ballettschule in Danzig. Nach erfolgreicher Teilnahme an Wettbewerben wie dem Prix de Lausanne war sie bis 1992 als Solotänzerin in der renommierten Compagnie von Maurice Béjart in Lausanne engagiert. Sie wagte den Sprung als freischaffende Choreografin und gründetet noch im selben Jahr die Compagnie Linga mit Marco Cantalupo, der zuvor als Solotänzer in zahlreichen bekannten Häusern und Compagnien wie der Staatsoper Hamburg, dem Nationalballett von Portugal, der Deutschen Oper Berlin sowie dem Béjart Ballett Lausanne tätig war. Die Compagnie Linga gilt als eine der erfolgreichsten Tanzcompagnien der Schweiz. 2019 wurde sie mit dem Swiss Dance Award 2019 ausgezeichnet. 

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Festival 2021

FRAU TROFFEA

Cie Samuel Mathieu

(Frankreich)

© Angélique Leyleire

Do, 17.06.2021 | 20.00 – 21.30 Uhr | Schauspielhaus

20,- €, erm. 11,- €

Im Sommer 1518 ereignet sich Seltsames in Straßburg. In den engen Gassen und auf den Plätzen der Stadt tanzen Dutzende von Menschen wild zum Rhythmus von Tamburinen, Gamben und Dudelsäcken. Doch es ist keine Partystimmung. Der Medizinhistoriker John Waller manifestiert in seinem 2009 erschienenen Nachschlagewerk The Dancing Plague, dass die Szenen erschreckend warten.

Die Frauen, Männer und Kinder, die von dieser seltsamen Hysterie ZU TANZEN betroffen waren, schrien, verlangten nach Hilfe – aber ein Aufhören war nicht möglich. Sie sind in einer Trance gefangen. Sie alle haben „einen vagen Gesichtsausdruck, wenn sie zum Himmel schauen; ihre Arme und Beine zucken mit ruckartigen und müden Bewegungen; ihre Hemden, Röcke und Strümpfe kleben schweißgetränkt an ihren ausgemergelten Körpern“, so beschreibt es John Waller. Innerhalb weniger Tage vermehren sich die Fälle, wie ein sich ausbreitender Virus, der Angst und Tod in der elsässischen Stadt sät. Viele der unfreiwilligen Tänzer überleben diesen Todestanz nicht, der an den Totentanz erinnert. Es ist eine Frau, Frau Troffea, die am 14. Juli desselben Jahres das erste Mal dieses Tanzsterben auslöst. Heutzutage, nach den Erfahrungen mit Corona, würde man sie wohl als Patientin Null bezeichnen: Das erste infizierte Individuum während einer Epidemie.  

Sowohl als choreografisches Objekt wie auch als Experimentierfeld ist Frau Troffea ein Verweis auf die #MeQueer-Erfahrungen im Zusammenhang mit Homophobie und Diskriminierung im Alltag, welche homosexuelle, bisexuelle oder transgender Menschen oft erleben müssen. Samuel Mathieu beruft sich dabei auf die Arbeiten von Marie-Hélène (jetzt Sam) Bourcier – Soziologin, Forscherin und Dozentin an der Universität Lille III, die in ihren wissenschaftlichen Arbeiten die Idee der Hierarchielosigkeit zwischen den Geschlechtern immer wieder diskutiert und in den wissenschaftlichen Kontext von Feminismus/Transferimus, Gender-Studies, Trans-Studies, Queer-Studies, Post-Colonial-Studies und Porn-Studies stellt. Choreografisch diskutiert Mathieu den Körper und sein Vokabular und bringt ihn in einen Diskurs mit seiner Umwelt, wo sich die Eskalation von Haltungen vollzieht, ein Zusammenprall von Gedanken und Worten mit dem Körper selbst, die den Performer über die eigenen Grenzen hinaus treibt, ohne vorgefertigte Ergebnisse – eine permanente Suche nach Ausdehnung und Liberalisierung des Geschlechterbegriffs, der Rollen und Attribute des typisch Weiblichen, des typisch Männlichen als Ergebnis von Machtverhältnissen definiert und nicht als Essenz des Menschlichen.

Konzept: Samuel Mathieu Choreografie: Samuel Mathieu, Martin Mauriès Musik: Maxime Denuc Lichtdesign: Arthur Gueydan Tanz: Martin Mauriès Dauer: 40 Minuten

Samuel Mathieu studierte Ballett und zeitgenössischen Tanz an der École Nationale de Musique et Danse in La Rochelle und wurde dort u. a. von Karin Waehner unterrichtet. Als Tänzer arbeitete Samuel Mathieu mit Régine Chopinot, Jean-Claude Gallotta, Robert Seyfried und Tomeo Vergés. 2001 gründete er seine eigene Company und begann als Choreograf zu arbeiten. 2004 kreierte er neben Est-ce-O-Elle-O-solo auch Us-Band und Go On!. 2008 schuf er Nord-Reich-Nord für das BallettVorpommern. Im selben Jahr entstand Yan, ein französisch-chinesisches Projekt. 2015 und 2017 waren er und seine Cie Samuel Mathieu zu Gast beim Festival TANZ | MODERNE | TANZ mit Us-Band und Assassins, worin er sich mit politischen Themen wie Fragen rund um Macht beschäftigte.